Alle Artikel  ·  10. Juli 2026  ·  Shopware 6  ·  Performance

Shopware 6 Backend beschleunigen mit PHP, Redis und gespeicherten Filtern

Wenn die Administration hängt, prüfen die meisten zuerst PHP und Cache. Das ist der richtige Einstieg. Danach bleibt oft ein zweites Problem: dieselben Filter in Bestellungen werden jeden Morgen neu zusammengestellt.

Wo die Administration Zeit verliert

Shopware 6 ist eine Symfony-Anwendung mit dem Data Abstraction Layer. Jede Listenansicht (Bestellungen, Produkte, Kunden) löst DAL-Queries aus. Liegt PHP, Cache oder Queue daneben, wartet jeder Klick auf die Datenbank.

PHP 8.2 und OPcache

Ab Shopware 6.5 ist PHP 8.2 Voraussetzung. In einem Staging-Shop lag opcache.enable auf 0, weil die Agentur Dateiänderungen sofort sehen wollte. Die Storefront wirkte normal, die Admin-Listen nicht. OPcache braucht außerdem genug Speicher (opcache.memory_consumption), sonst kompiliert PHP Skripte immer wieder neu.

Redis für Sessions und Cache

Standardmäßig schreibt Shopware Cache ins Dateisystem. Für HTTP-Cache, System-Cache und Sessions ist Redis die übliche Alternative. Wiederholte Admin-Abfragen auf große Tabellen treffen dann warme Einträge statt frischer Dateizugriffe.

CLI-Worker statt Admin-Worker

Laufen Indexierung und Message-Queue über den Admin-Worker, teilen sie sich den Request-Pool mit Ihrer Arbeit. Dedizierte CLI-Worker per Supervisor oder systemd laufen als eigener Prozess. Die Administration bleibt bedienbar, während Indexer und Queues im Hintergrund weiterlaufen.

PHP, Redis und CLI-Worker sind die Serverseite. Danach entscheidet, wie oft Filter neu gebaut werden.

Filter, die nach jedem Datensatz weg sind

Auf einem gut konfigurierten Server fühlt sich die Administration trotzdem zäh an, wenn dieselben Filterkombinationen täglich neu zusammengeklickt werden. Zahlungsstatus, Versandart und Zeitraum setzen, eine Bestellung öffnen, zurückkehren: die Leiste ist leer.

Jeder dieser Klicks ist eine DAL-Abfrage plus eine Netzwerkrunde. Der Server ist dann nicht das Problem. Es fehlt eine gespeicherte Variation in der Filterleiste.

Morgenfilter einmal anlegen

Schnellfilter speichert die Kombination in der Administration. Nach einem Seitenwechsel holen Sie sie mit einem Klick zurück.

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Gespeicherte Filter in der nativen Leiste

Das Plugin Schnellfilter hängt an der bestehenden Filterleiste. Ein typischer Eintrag heißt bei uns „Express bezahlt offen“: Zahlungsstatus bezahlt, Versandart Express, Bearbeitungsstatus offen, Zeitraum letzte 7 Tage. Den Namen sehen alle, die die Bestellungen öffnen.

Für Agenturen heißt das weniger Rückfragen, weil Logistik und Buchhaltung dieselben Einträge nutzen statt jeweils eigene Workarounds.

Checkliste vor dem nächsten Arbeitstag

  • PHP 8.2, OPcache und Redis prüfen
  • CLI-Worker für Indexer und Message Queue einrichten
  • Die Morgenkombination als Schnellfilter speichern
  • Pro Rolle eigene Einträge anlegen (Logistik, Buchhaltung)
  • Ungenutzte Plugins und Custom Fields im DAL monatlich bereinigen
Gespeicherte Einträge ersetzen das tägliche Neu-Konfigurieren in der Bestellübersicht.

Was Sie als Nächstes prüfen

Legen Sie in den Bestellungen den Eintrag an, den das Versandteam morgen braucht. Wenn die Liste danach noch hängt, OPcache und CLI-Worker auf dem Server prüfen, nicht zuerst das Theme.

Filter speichern statt neu klicken

Variation einmal anlegen, danach in der Bestellübersicht per Klick laden.

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